Ihr ultimativer Guide zum Sparen von Heiz- und Energiekosten

Guide zum Sparen von Heiz- und Energiekosten

Sparen von Heiz- und Energiekosten: Der Winter bringt Gemütlichkeit, Plätzchenduft und die Vorfreude auf die Feiertage. Doch er bringt auch oft einen unliebsamen Gast mit sich: die steigende Energierechnung. Gerade in den kalten Monaten machen die Heizkosten einen Großteil unserer Ausgaben aus. In Zeiten steigender Preise ist es wichtiger denn je, aktiv zu werden und die eigenen vier Wände smart und effizient zu beheizen.

Aber keine Sorge, Sie müssen nicht frieren, um Geld zu sparen! Mit den richtigen Strategien und einfachen Tricks lassen sich die Heizungskosten und Energiekosten deutlich senken, ohne dass Sie auf Komfort verzichten müssen. Wir zeigen Ihnen, mit welchen hilfreichen Tipps Sie Ihren Geldbeutel und gleichzeitig die Umwelt schonen.

Die Basics: So optimieren Sie Ihr Heizverhalten

Bevor wir zu den fortgeschrittenen Tipps kommen, sollten Sie die Grundlagen des effizienten Heizens beherrschen. Hier liegt das größte und schnellste Sparpotenzial.

1. Die richtige Raumtemperatur finden

Jedes Grad weniger spart Energie. Senken Sie die Raumtemperatur um nur ein Grad Celsius, können Sie bereits bis zu 6 Prozent Heizenergie einsparen.

  • Wohnräume (Wohnzimmer, Büro): 20 °C sind oft ausreichend.
  • Schlafzimmer: 16 °C bis 18 °C sind ideal für einen gesunden Schlaf.
  • Küche: Hier wird oft durch Kochen oder Geräte Wärme erzeugt. 18 °C genügen meist.
  • Flur/Treppenhaus: 15 °C sind hier vertretbar.

Wichtig: Stellen Sie die Heizung nicht komplett ab, wenn Sie lüften oder kurz das Haus verlassen. Das komplette Auskühlen der Wände erfordert später deutlich mehr Energie, um die Räume wieder aufzuheizen. Nutzen Sie stattdessen die programmierbaren Thermostate.

2. Heizkörper freihalten

Stellen Sie sicher, dass Ihre Heizkörper ihre Wärme ungehindert in den Raum abgeben können. Lange Vorhänge, dicke Gardinen, Sofas, Sessel oder Trockengestelle, die direkt vor dem Heizkörper stehen, können die Wärmeabgabe um bis zu 15 Prozent reduzieren. Die Wärme staut sich und die Thermostate messen eine zu hohe Temperatur, wodurch unnötig lange geheizt wird.

3. Die Nachtabsenkung nutzen

Wenn Sie schlafen oder längere Zeit nicht zu Hause sind, brauchen Sie keine volle Heizleistung. Nutzen Sie die Nachtabsenkung Ihrer Heizungsanlage oder programmieren Sie Ihre Thermostate so, dass die Temperatur um etwa 4 bis 5 Grad gesenkt wird. Moderne Heizungen regeln die Temperatur rechtzeitig vor dem Aufstehen wieder hoch, sodass Sie morgens im warmen Bad stehen.

Dichten und Isolieren: Kampf den Wärmeverlusten

Bis zu 25 Prozent der Heizwärme können durch undichte Fenster, Türen oder schlecht isolierte Nischen entweichen. Mit kleinen, kostengünstigen Maßnahmen können Sie große Wärmeverluste vermeiden.

1. Richtig lüften: Die Stoßlüftung

Auch wenn es paradox klingt: Richtiges Lüften spart Energie. Öffnen Sie die Fenster nicht auf Kipp – das kühlt die Wände unnötig aus und verschwendet Energie. Führen Sie stattdessen zwei- bis dreimal täglich eine Stoßlüftung durch:

  • Öffnen Sie alle Fenster für 5 bis 10 Minuten komplett (Querlüftung).
  • Drehen Sie währenddessen die Heizkörper ab.
  • Die verbrauchte, feuchte Luft wird schnell gegen frische, trockene Luft ausgetauscht. Trockene Luft erwärmt sich schneller als feuchte.

2. Dichtungen prüfen und abdichten

Spüren Sie kalte Zugluft an Fenstern oder Türen? Das ist ein deutliches Zeichen für Wärmeverlust.

  • Fenster und Türen: Besorgen Sie im Baumarkt selbstklebende Dichtungsbänder aus Gummi oder Schaumstoff. Diese sind günstig und können einfach in die Fugen geklebt werden.
  • Rolladenkästen: Viele ältere Rolladenkästen sind schlecht isoliert. Hier kann das Anbringen von Dämmmaterial im Kasteninneren Wunder wirken.
  • Bodenfugen: Bei alten Holzböden können die Fugen zum kalten Keller hin abgedichtet werden.

3. Heizkörpernischen isolieren

Oft sind die Wände hinter dem Heizkörper dünner als die übrigen Außenwände, da sie für den Heizkörper ausgespart wurden. Bringen Sie eine spezielle Reflexionsfolie an der Wand hinter dem Heizkörper an. Diese reflektiert die Wärme in den Raum zurück, statt sie an die kalte Außenwand abzugeben.

System-Checks und Wartung: Die versteckten Effizienz-Booster

Die modernste Heizung nützt nichts, wenn sie nicht optimal eingestellt ist. Regelmäßige Wartung und ein einfacher Check-up sind entscheidend für die Effizienz.

1. Heizung entlüften

Gluckert oder rauscht Ihr Heizkörper? Bleibt er oben kalt, während er unten warm wird? Dann befindet sich wahrscheinlich Luft im System. Luftblasen verhindern die optimale Zirkulation des heißen Wassers.

  • Die Lösung: Entlüften Sie die Heizkörper mithilfe eines Entlüftungsschlüssels. Dadurch kann das warme Wasser wieder ungehindert zirkulieren und der Heizkörper wird gleichmäßig warm – das spart Energie und steigert die Heizleistung.

2. Hydraulischer Abgleich

Wenn einige Heizkörper sehr schnell heiß werden, während andere lauwarm bleiben, obwohl Sie das Thermostat hochgedreht haben, ist ein hydraulischer Abgleich fällig. Dabei wird die Wassermenge, die durch jeden einzelnen Heizkörper fließt, so eingestellt, dass alle Räume gleichmäßig und mit der richtigen Temperatur versorgt werden.

  • Der Effekt: Die Heizungsanlage muss weniger arbeiten und die Pumpenleistung wird reduziert, was den Stromverbrauch senkt und die Effizienz oft um bis zu 15 Prozent steigert. Dies sollte von einem Fachbetrieb durchgeführt werden.

3. Thermostate erneuern

Alte, manuelle Thermostate sind oft ungenau. Digitale, programmierbare Thermostate sind eine günstige Investition, die sich schnell rechnet. Sie können exakte Heizzeiten und Temperaturen einstellen, wodurch Sie nur heizen, wenn Sie es wirklich brauchen.

Der finanzielle Turbo: Wechseln Sie Ihren Anbieter

Selbst mit allen Optimierungen im Haus bleibt der Preis pro Kilowattstunde der größte Kostenfaktor. Hier kommt der wichtigste Tipp für Ihre Gesamtersparnis ins Spiel: Der Anbieterwechsel bei Gas und Strom.

Viele Verbraucher stecken unnötig lange in teuren Tarifen der Grundversorgung fest. Dabei ist der Wechsel zu einem günstigeren Anbieter heute denkbar einfach und bringt oft die größte Ersparnis.

  • Der einfache Gas- und Stromvergleich: Nutzen Sie ein transparentes Vergleichsportal. Ein Wechsel zum günstigeren Gas- und Stromanbieter ist bei vergleich2go besonders hilfreich. Das Portal bietet Ihnen einen übersichtlichen Vergleich der aktuellen Tarife und macht den Wechselprozess so einfach, dass Sie ihn in wenigen Minuten abschließen können.
  • Die Ersparnis: Durch attraktive Neukundenboni und niedrigere Grundpreise können Sie oft mehrere Hundert Euro im Jahr sparen – ohne dass sich die Qualität des gelieferten Stroms oder Gases ändert.

Wichtig: Sie müssen keine Angst vor der Umstellung haben. Die Energieversorgung ist in Deutschland gesetzlich gesichert; Sie werden zu keinem Zeitpunkt ohne Strom oder Gas dastehen. Der neue Anbieter kümmert sich um die Kündigung bei Ihrem alten Versorger.

Weitere Stromspartipps im Winter

Die Heizung ist der größte Posten, aber auch beim Strom lässt sich im Winter sparen:

  • Beleuchtung optimieren: Ersetzen Sie alte Glühlampen durch LED-Leuchten. LEDs verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Strom und sind in vielen Farbtemperaturen erhältlich.
  • Stand-by vermeiden: Schalten Sie Fernseher, Spielekonsolen und Musikanlagen nicht nur in den Stand-by-Modus. Nutzen Sie abschaltbare Steckdosenleisten, um die Geräte komplett vom Netz zu trennen.
  • Kochen mit Deckel: Kochen Sie immer mit geschlossenem Topfdeckel. Das spart bis zu 30 Prozent Energie und beschleunigt den Kochvorgang.
  • Geräte effizient nutzen: Achten Sie beim Kauf neuer Geräte (Waschmaschine, Trockner, Kühlschrank) auf eine hohe Energieeffizienzklasse (A-Klasse).

Fazit: Sparen von Heiz- und Energiekosten

Niedrigere Heiz- und Energiekosten im Winter sind kein Wunschtraum, sondern das Ergebnis eines bewussten und strategischen Vorgehens. Es sind oft die kleinen Gewohnheiten, die in der Summe den größten Unterschied machen: das richtige Lüften, das Freihalten der Heizkörper und die konstante Temperaturkontrolle.

Kombinieren Sie diese Verhaltensänderungen mit dem entscheidenden Schritt, Ihren Energieanbieter zu wechseln. So machen Sie Ihren Haushalt fit für den Winter und starten mit einer spürbar geringeren Energierechnung ins neue Jahr!